Mittwoch, 20. April 2011

Mitten im Leben ...

… und das ganz ohne RTL !



Der Tag hat mich schon mitten in der Nacht voll im Griff. Das hab ich nun aber auch davon, wenn ich dauerhaft Mails ins SWR3 Studio schicke und dann auch noch meine Telefonnummer mit angebe. Da steht ja auch mit dabei: „SWR3 ruft öfter an, als Du denkst.“
Und genau so war’s dann auch … Ben Streubel moderiert munter seine Sendung ich verfolge immer wieder ganz interessiert, was all jene schlaflosen Menschen im, um und aus dem Sendegebiet zu berichten wissen.
Irgendwann, kurz bevor die Morningshow um 0500 losgeht, lege ich mich dann auch mal um und schlafe den Schlaf der Gerechten.

Letzte Nacht war mir allerdings etwas früher nach Gerechtigkeit und so schlummerte ich schon vor mich hin, als der Ben mich dann anrief. Und dann war ich auch schon wach und wir plauderten ein wenig … Danach war ich allerdings so aufgedreht und aufgeregt, dass es ne Weile dauerte, bis ich endlich wieder einschlafen konnte.
Der ein oder andere geneigte Leser meines Blogs hat es dann auch noch gehört ;-)

Wie gesagt, der Tag hatte mich jedoch schon voll im Griff. Der Wecker klingelt um 0600, ich beschliesse, heute mal keinen Nescafé zu trinken und begebe mich, ohne über Los zu gehen und selbstverständlich auch ohne das Kleingeld direkt ins Badezimmer. Ich dusche ausgiebig, summe irgendeine Melodie vor mich hin und überlege, wie und was heute so alles passieren könnte. Zumindest weiss ich schon, dass ich zur Polizei gehen muss, um die Registrierung amtlich zu machen, der Führerschein sei schon unter Dach und Fach, das weiss ich seit gestern und heute abend bin ich dann in „Vaca vela“ („Alte Kuh“) mit einem Arbeitskollegen aus Deutschland verabredet.
Dazwischen hat’s aber auch noch etliche Stunden, in denen viel passieren kann.

Und das Passieren fängt direkt hinter meiner Glasduschentür an. Fassungslos starre ich auf das Waschbecken und folge dem Wasserstrahl, der von oben herunterprasselt. Der Deckenstrahler über dem Waschbecken macht Pipi. Aber so was von haste nicht gesehen heftig.
Es hilft nichts, abtrocknen, anziehen und die Jungs an der Rezeption verständigen. Mein Spanisch ist dann aber so gut auch wieder nicht, als dass ich erklären könnte, wie und wo das Wasser herkommt und so erkläre ich in englisch, dass da ein Loch ist und dass das Wasser in Strömen aus der Decke in mein Waschbecken läuft. Auch bitte ich, dass jemand vorbei kommt, um sich das Dilemma anzusehen. An dieser Stelle möchte ich nur sicherstellen, dass wir vom Gleichen reden.
Der Typ bestätigt, es käme jemand vorbei, doch als nach 10 Minuten noch immer keiner an der Tür klingelt, ruf ich noch mal an. „Not now, Mam. 8 o’clock maintenance start.“ Nix 8 o’clock und nix maintenance. Ich bin mir sicher, der Typ hat nicht verstanden, was ich will und wo das Problem ist.
Später, wenn das Facility Management anrückt, sehen die nur noch meinen tropfenden Wasserhahn, fixen den und morgen früh kann ich mir dann aussuchen, ob ich im Waschbecken oder in der Dusche duschen will. Das Waschbecken hätte zumindest den Vorteil, dass ich nicht gegen eine Glastür laufen kann.

So beschliesse ich die Füsse in die Hand und den Fahrstuhl nach unten zu nehmen. Den Rezeptionisten bearbeite ich ca. 5 Minuten lang, bis er dann einwilligt, mit nach oben zu kommen. Der muss auch gedacht haben: „Die crazy Germans!“ Lustig finde ich, dass er sich entschuldigt einzutreten, dabei war ich doch für das Chaos in meinem Zimmer verantwortlich ;-)
Wir gehen direkt ins Bad.
Sein Gesichtsausdruck verrät, er hat am Telefon gar nicht verstanden, um was es geht. Ein lautes und vor allem entsetztes:“Aaaaaaaaah, now understand!“, entfährt ihm und ich entlasse ihn wieder nach draussen.
Puuuuh, das kann aber auch schwierig sein.

Da das Wasser direkt mittig ins Waschbecken rieselt, lasse ich heute nur Wasser und Creme an meine Haut und wage mich ohne Kriegsbemalung auf die Strasse und in weniger als einer Stunde zur Polizei …
Wenn mich mein Bauchgefühl nicht täuscht, wird auch das wieder ein Erlebnis …

Gehabt Euch wohl und passt auf euch auf.

Eure Jana

1 Kommentar:

  1. Da bekommt fließendes Wasser eine ganz neue Bedeutung. Gibt das nen Stern extra?

    Mit den Uhrzeiten bringst Du mich jetzt durcheinander. Die 0500 waren CET und die 0600 Brasil Time, oder? Hättest also noch 5 h schlafen können, wenn Du wegen Bennibär nicht so aufgeregt gewesen wärst ;o).

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