Ein bisschen von allem.
Ob ich hier gedenke Auto zu fahren, werde ich beim Gespräch mit meiner ChefChefCheffin gefragt. Ja, auch darüber habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Theoretisch habe ich mal beschlossen, mich an einem der kommenden Wochenende darin zu versuchen. Doch immer erst mal eins nach dem anderen und vor allem, alles zu seiner Zeit … Zuerst sollte ich mal lernen „fehlerfrei“ Taxi zu fahren und nicht dem Fahrer, der es wohl besser weiss als ich, ständig falsche Anweisungen zu geben, weil ich meine, die Strasse zu erkennen, in der ich wohne und er mich dann, weil ich darauf bestehe aussteigen lässt und ich feststelle, dass ich noch 2 Blocks zu laufen hab, bis ich endlich da bin, wo ich hin will …
Seit gut und gerne 3 Wochen bin ich nicht mehr selbst gefahren. Zuhause wäre das gar nicht denkbar. Ohne Auto? Einen Tag lang (selbst wenn ich's nicht wirklich brauche)? Nein, das geht gar nicht ! Doch hier geht das ganz gut ohne Auto … Die meisten Locations kann ich gut zu Fuss erreichen und das, was nicht geht, geht dann eben mit dem Taxi.
Kann man Autofahren eigentlich verlernen?
Heute dann auch die 2. Sprachkursstunde. Ich glaub, es wird. Inzwischen kann ich schon einige fehlerfreie Sätze bilden. Ich weiss zwar noch nicht, wie man das schreibt, denn derzeit rede ich nach Gehör, doch auch das lernen wir noch … Am Freitag geht’s weiter und spätestens nächste Woche werde ich meinen Blog dann nur noch in Portugiesisch veröffentlichen …
Nach dem Kurs begebe ich mich direkt nach draussen, weil ich a) noch im Supermarkt zum Obstkaufen eingrätschen muss und b) zur Drogerie muss. Seit dem Wochenende schau ich nämlich aus, wie ein Streuselkuchen. Eine Sonnenallergie vom Allerfeinsten. Um den Mund, sprich das Kinn, alles rot, es tut weh und es juckt … So ein Mist aber auch … Da geb ich alles, um dem Sonnenbrand nicht zum Opfer zu fallen und dann krallt mich so ne doofe Allergie.
Um mir das Rumgefummel im Gesicht zu ersparen, frage ich Fernanda, wie ich am Besten nach einer Salbe oder so fragen kann. Sie sagt was von „preciso“ und „boa pomada“ „para“ irgendwas …
Mit diesem Wissen, ein paar Geldscheinen und ganz viel Vertrauen in mich selbst, begebe ich mich in die nahegelegene Drogerie. Erst schau ich mich um, ob da nicht irgendwo was rumsteht, wo man schon am Bild erkennen kann, für was es gut ist und wofür es gar nicht geeignet ist. Doch bevor ich mir ein Komplettbild verschaffen kann, steht schon die Dame neben mir und fragt mich (inzwischen kann ich am Tonfall erkennen, was gefragt wird), ob sie mir denn helfen kann. Und da hab dann meinen Blackout. Ich weiss nicht mehr wie mein Satz geht … Das einzige, woran ich mich erinnern kann ist, POMADE. Und das auch nur deshalb, weil ich mir, wie so oft, wenn ich mir was merken muss, ne Eselsbrücke gebaut habe. Und diesmal ist es John Travolta. Ich hab Pickel im Gesicht und das einzige, was mir einfällt, ist Pomaden-John-Travolta.
Und jetzt bin ich gespannt, ob der geneigte Leser auch weiss, warum das so ist.
Und so stammel ich vor mich hin, bringe an einer vermutlich ganz falschen Stelle den John Travolta ins Spiel und die Dame schüttelt den Kopf, schaut sich skeptisch die Auswucherungen auf meinem Kinn an und gibt mir zu verstehen, dass es für mich keine geeignete Pomade gibt. Ja nu, ein Versuch war's wert …
Stattdessen kauf ich mir Kekse (mit Schokolade) und hoffe, dass Plus und Plus minus gibt, denn Pickel kriegt man ja auch von Schokolade, da ich aber schon welche habe, gehen diese ja dann von der Schokolade weg, weil kein Platz mehr für neue ist …
Mal sehen …
Ein Teufelskreis ist das … Schokolade geht allerdings auch nicht so ganz spurlos an mir vorbei und im 16. OG kann mir allerdings das Laufband helfen, einen Teil der zu mir genommen Kalorien wieder loszuwerden. Und so laufe ich, was das Zeug hält (diesmal mit Steigung) auf dem Laufband einige Kilometer, vergesse dabei fast mein Pickelgesicht, wundere mich stattdessen auf's Neue, wie schnell ich in diesen Breitengraden ins Schwitzen gerate. Es ist halt doch was anderes, als zu Hause … Nass bis auf die Haut so stand sie da … also ich stehe da so nass am Fahrstuhl und warte darauf, dass ich nach 45 Minuten intensivem Training in mein Zimmer und damit in und unter die Dusche komme. Ich denke an nichts böses, als auf einmal hinter meinem Rücken ein „Hola“ ertönt. Mit hochrotem Kopf (und Kinn) drehe ich mich um und treffe den Mexikaner, mit dem ich mir vor dem Osterurlaub ein kleines Laufbandrennen lieferte …
Wir teilen uns den Fahrstuhl und reden über 7 Stockwerke über dies und das und jenes. Und als ich aussteige und mich in mein Zimmer begeben will, fragt er mich einfach so und ganz ohne Vorwarnung, ob wir denn diese Woche noch gemeinsam essen gehen wollen …
So, das hab ich nun davon … Am Mittwoch geh ich mit dem Mexikaner zum Essen, weil ich morgen keine Zeit dazu habe, da ich bereits zu einem Mädelsabend eingeladen bin, und nicht ein einziges Mädel persönlich kenne … Auch das wird spannend und bestimmt auch sehr lustig …
Bleibt zu hoffen, dass bis morgen ein paar meiner Pickel weg sind …
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich ein klein wenig nervös werde, da ich noch nicht weiss, wann ich endlich in meine Wohnung umziehen werde … Und bis nächsten Montag ist das Hotelzimmer gebucht …
Aber alles wird gut …
Gehabt Euch wohl,
Eure Jana.
PS: Ach - und das war der Osterhase ... ;-) @Vonne: Das Internet geht nun wieder ... Vielleicht klappt's ja dann auch mal mit Skype :-)
vielleicht nimmt dich der mexikantschi auf, wenn du nä woche aus dem hotel fliegst...bevor du obdachlos wirst LOL ;o)
AntwortenLöschenDer Mexikantschi fliegt am WE wieder zurück nach Mexiko ... Am besten, ich flieg gleich mal mit ... Aber dann isses ja noch gefährlicher ...
AntwortenLöschenZitat: Am Freitag geht’s weiter und spätestens nächste Woche werde ich meinen Blog dann nur noch in Portugiesisch veröffentlichen …
AntwortenLöschenDas traust du dich nicht ;o)
Andrea, ist ja schon ein paar Tage her und ich hab den Blog doch nicht in Portugiesisch veröffentlicht ... Aber was nicht ist, kann ja noch werden ... :-P
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