… und auf dem Konto gar kein Geld !
So schaut's nämlich aus …
Die Pamela-Priscillas haben es natürlich nicht geschafft, die Reservierung auf der Kreditkarte zu löschen und somit habe ich mich mit anderem Fremdgeld über die Runden schlagen müssen … Doch das war das kleinere Übel …
Heute früh, kurz vorm Aufstehen, überprüfe ich, wie mir Freitags zuvor geheissen, das brasilienische Konto, möchte ich doch wissen, ob denn meine Miete inzwischen überwiesen wurde. Klar, ich weiss, dass eine Auslandsüberweisung einige Tage in Anspruch nehmen kann, doch nach 2,5 Wochen sollte das allerdings erledigt sein.
Ich navigiere mich durch's Brasilianische Programm – hab natürlich vorher das ganze schon mal zeigen lassen – und stelle fest, dass beim Guthaben noch immer eine satte „NULL“ blinkt.
Ganz grosses Kino denke ich nur … Und noch zwei Tage bis Zahltag …
Die Mail an N.B. ist gleich geschrieben und die Frage gestellt, wann denn das Geld kommt, denn …
… DENN ...
Was wäre das Leben, wenn nicht gleich alles zusammen käme?
Zeitgleich zum nicht vorhandenen Geld auf dem Brasilienkonto, verliere ich auch die deutsche SIM Karte. Dieser Umstand an sich ist gar nicht mal so tragisch. Tragisch ist nur, dass ich diese SIM Karte für das mobile TAN Verfahren bei jener Bank brauche, die auf meinem Geld sitzt. In meiner Not versuche ich eine andere Nummer zu aktivieren, doch das geht nur zum Teil, denn der Aktivierungscode wird mir erst per Post nach Hause geschickt.
Zu Hause ist aber niemand mehr und wenn der Nachsendeantrag dann funktioniert, dann bekommt die Tuti diesen Aktivierungscode. Am Donnerstag ist aber Feiertag in Deutschland und am Donnerstag fliegt die Tuti, vermutlich ohne den Code in der Tasche, dann schon zu mir nach Brasilenien.
So, da hab ich genug Geld auf der Bank, doch ich komm nicht dran.
Das andere Konto ist aber noch nicht wieder gefüllt, weil ja die Überweisung meines Gehaltes erst morgen erfolgt. Das ist schön und gut, doch für die Miete reicht's dennoch nicht, denn die Kreditkarte ist fällt und selbst wenn es reichen würde, innerhalb eines Tages krieg ich weder das eine, noch das andere, noch das ganz andere Konto gefüttert, noch krieg ich die Miete an den komischen Vermieter überwiesen …
Trapped …
Einen Versuch wage ich bei der blau-gelben Bank, allerdings schon in der leisen Vorahnung, dass der Anruf mich nicht weiterbringen wird.
Ich rufe die Servicenummer für aus dem Ausland an und schon meldet sich Alexander. Alexander stutzt, als ich ihn mittags um 2 mit einem „frühlichen“ Guten MORGEN!!! begrüsse, doch bald schon weiss er bescheid.
Ich erkläre mein Dilemma und klimper ein wenig mit den Wimpern (kann er zwar nicht sehen, aber vielleicht „hört“ er es ja) und nach gut und gerne 10 Minuten stellt er die allererste Frage: „Frau Zezelj, wie lautet denn ihre Telefon-PIN?“
Sack und Asche, wie lautet die nur? Ich passe.
„Können Sie faxen?“, so die zweite Frage von Alex.
Nöööö, faxen kann ich auch nicht … Ich sehe schon alle Hoffnung schwinden …
„Haben Sie denn die Möglichkeit zu scannen?“, so die Telefon-Joker-Frage.
JA. Scannen kann ich.
Und so schreibe ich eigenhändig die Bitte nach der Nummern-Aktivierung, nehme Bezug auf das Konto und schreibe neben dem vollständigen Namen, noch Geburtstag, Schuhgrösse, Augen- und Haarfarbe auf (sicher, ist sicher).
Zum Schluss leiste ich noch eine Unterschrift und hoffe, dass Alex mich als die identifizieren kann, die ich wirklich bin …
Kurze Zeit später schickt mir Alexander ein virtuelles „Daumen hoch“.
Wenigstens etwas klappt mal auf dem kleinen Dienstweg.
Mal sehen, wie ich dann morgen die Mietkuh vom Eis krieg …
Doch meine Laune kann nichts trüben, denn am Freitag kommt Tuti, die mir heute schon zwei mal ihre Reiseunterlagen geschickt hat, damit ich sie am Freitag morgen um 0525 (!!!) nicht vergesse abzuholen …
Dann heisst es, ein wenig relaxen in Sao Paulo und am Sonntag dann gemeinsam in den Flieger steigen …
Über den Wolken ...
Gehabt euch wohl,
Eure Jana
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