… und der Schuh des Manitu !
Mit einem sensationellen Sonnenaufgang beginnt unser letzter Vormittag im Dschungel. Gleichwohl wir sehr früh dafür aufstehen mussten, so froh waren wir aber auch, uns genau das nicht entgehen zu lassen.
Wir haben es geschafft, unseren Guide dazu zu bringen, mit uns dann doch noch zu den Indianern zu fahren. Erst war's nicht möglich und dann aber doch. Warum das so war, weiss keiner – wichtig war nur, dass wir es doch noch zu den Indianern geschafft haben.
Welchem Stamm diese angehörten, weiss ich nicht mehr – es waren einfach zu viele Namen, die ich im Laufe der Reise merken musste. Dennoch, es war sehr interessant über deren Rituale zu erfahren und sich in der stammeseigenen Apotheke umzusehen. Das selbstgebraute Parfüm roch erstaunlich gut, obwohl es, wenn man der Cheffin des Stammes Glauben schenken darf, aus Delfin-Geschlechtsteilen hergestellt wurde. Es soll angeblich auch eine aphrodisierende Wirkung haben …
Jaaaa nu … Das Ausprobieren hab ich dann doch mal anderen überlassen.
Der kleine Affenschädel soll angeblich dem Manne ein besseres Denkvermögen bescheren und ich glaub der grosse Alligator-Kopp war den Frauen vorbehalten. Aber auch das krieg ich nicht mehr so gut hin … Potenzmittelchen in allen Farben und Formen gab es reichlich und die Häuptlings-Cheffin hätte sich sogar 3 Ehemänner halten können. Auf unsere Frage, wie viele sie denn geehelicht hätte, entgegnete sie nur, sie hätte sich für einen entschieden und das würde ihr auch reichen. Der sei nämlich schon kompliziert genug und weitere 2 könne sie wohl gar nicht handeln …
Der Tripp war super interessant und beim Mittagessen gab es viel zu erzählen. Der Check-Out war mit vollem Bauch auch recht schnell erledigt und um 1400 ging es wieder zurück nach Manaus.
Dort angekommen, beschliessen Tuti und ich, es langsam angehen zu lassen, da wir bereits für den darauffolgenden Tag „Meeting of the Waters“ auf dem Programm stehen hatten. Auch hier hat uns unser Guide ein tolle Angebot gemacht und so begaben wir uns auf den weg flussabwärts (noch immer auf dem Rio Negro) bis zu dem Punkt, an welchem der Rio Negro mit dem Salimoes zusammen trifft. Diese beiden Flüsse münden dann in den Amazonas. Das Besondere hier ist jedoch, dass der schwarz Rio Negro mit seinen 28 Grad und der hellbraune Salimoes mit seinen 22 Grad über mehrere Kilometer nebeneinander her fliessen, ohne sich zu vermischen. Die Grenze zwischen ist genau zu erkennen. Sensationell …
Danach stand noch ein Besuch eine Ecoparks und der Besichtigung der Wasserlilien an und unterwegs kehrten wir einfach mal so bei einer Familie ein, die sich nichts geringeres als eine Anakonda als Haustier halten … Nett … 3,8 Meter lang. Wie schwer sie war, weiss ich nicht, sie hatte nur einen dicken Bauch, weil sie gerade gefüttert wurde. Mann o Mann, da erlebt man was, bis man alt wird.
Der Vormittag geht viel zu schnell um und schon müssen wir fast wieder zurück, denn der Flieger wartet nicht …
Mit unseren Dschungelkrönchen im Gepäck machen wir uns auf den Weg zum Flughafen …
2130 ist es, als wir wieder im kalten Sao Paulo landen …
Doch wie heisst es so schön: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub …
Am Donnerstag steige ich wieder in den Flieger :-)
Gehabt euch wohl,
Eure Jana
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