…
Oder einfach nur: Der Fahrstuhl des Schreckens !
Freunde
der Nacht. Ich habe den Endspurt eingeläutet.
Noch
3 mal arbeiten gehen – und den Rest von heute. Ich bin spät dran. Die Zeit mein
Feind – wie IMMER …
Erwähnte
ich schon, dass ich in Zeitmanagement ne totale Niete bin?
Es
hilft nix. Schnell alles zusammenwerfen, den Rucksack schnappen und dann ab in
den Fahrstuhl.
Es
ist ein Uraltmodell, doch ich hab mich daran gewöhnt. Zumindest bis zum 6.
Stock. Und auch daran, dass das Ding immer ruckelt, wenn er anfährt und anhält.
Es fühlt sich so an, als drückten sich die Kniescheiben bei jeder Anfahrt durch
die Fersen nach draussen oder durch die Hüften, wenn’s nach oben geht.
Vielleicht auch anders herum … Ach was weiss ich, wie das mit der Schwerkraft
und so funktioniert …
Heute
früh jedenfalls bin just in dem Moment, als der Fahrstuhl unvermittelt im 4. OG
anhält, damit beschäftigt, meine Kniescheiben wieder an Ort und Stelle zu
ordnen, als mich, sobald die Tür aufgeschoben wurde, dieser Pudel aus heiterem
Himmel angreift.
Ja,
er hat mich angegriffen!!!!
Seine
Schnauze hat er an mein Schienbein gedrückt (an die Kniescheibe kam er ja
nicht) und hat geschnüffelt. Mir jedenfalls war nicht ersichtlich, was der
Kerle da treibt, denn ich trage ja den Rucksack nicht am Rücken sondern vor mir
(Sicherheitsmassname in Buenos Aires). Und so kann ich vor lauter Gepäck nicht
überschauen, was sich da zu meinen Füssen abspielt.
Verteidigen
muss ich mich. Doch da steh ich nun wie einzementiert im Fahrstuhl und alles,
was mir einfällt ist: Schreien wie am Spies! Ich hab sie alle erschreckt –
einschliesslich mir – und des Pudels Schnauze war nicht mehr an meinem Beine zu
spüren.
Noch bevor mich dieser Hund in alle Einzelteile zerlegen kann, stürme ich aus dem
Fahrstuhl und entschliesse mich für den sicheren Abstieg. Die Treppe.
Im
Erdgeschoss angekommen, renn ich um die Ecke und was passiert?
Klar
! Da steht der Aggropudel wieder vor mir. Bevor er mir die Schnauze wieder ans
Bein halten kann, schrei ich schon mal vorsorglich. Doch es geht nicht weiter nach vorne ...
Während ich den Blick wieder nach oben richte, weil mein Rucksack feststeckt,
stehe ich vor Gustavo, dem Pförtner, auf dessen Arm ein ….
…
PUDEL thront !!!!
Der hat ne rosa Schleife in der Locke und schaut mich fassungslos an !!!
Der hat ne rosa Schleife in der Locke und schaut mich fassungslos an !!!
Ich
schau nicht minder fassungslos und erneut entfährt mir ein Schrei, der dem
Pudel fast die rosa Schleife aus der Locke haut …
Heute
früh bin ich mindestens, wenn nicht sogar noch mehr Jahre gealtert …
Alter
Falter, das war knapp …
Gehabt
euch wohl,
Eure
Jana