Donnerstag, 15. März 2012

Wie komme ich nach ...

… Buenos Aires ?



Erst mal mit dem Flieger.
Gut.
Und was brauch ich dazu?
Ein Ticket.
Und wo kauf ich das?
Im Internet. Wo sonst.

Vor einem Monat habe ich schon mal einen Probelauf gemacht – allerdings mit Hin- und Rückflug.
Ich rufe die entsprechende Seite auf, gebe den Abflug- und den Ankuftsflughafen an, wähle das richtige Datum, suche die günstigsten Tarife und drücke den Kaufen-Knopf (ein Procedere, welches mir nicht ganz unbekannt ist).
Kurz darauf kommt die Persönliche-Daten-Seite, dicht gefolgt von der Zahlungsinformations-Seite. Dazwischen muss ich noch die Allgemeinen Dingensbedingungen akzeptieren. Check.
Soweit in der Theorie.

Die Praxis sieht auch in Brasilien anders aus.
Alles ist drin, alles ist eingegeben und am Ende ist die Kreditkartennummer fünf mal kontrolliert, abgegelichen und dann auch zum finalen Abschuss bereit. Die Seite der TAM akzeptiert das allerdings nicht und lässt mich im roten, dicken, fetten Balken, der über all den gemachten Angaben blinkt wissen, dass die Daten nicht korrekt seien und ich doch bitte nochmal prüfen soll. Ich wiederhole Schritt 1 bis 6 in der entsprechenden Reihenfolge und stehe am Ende vor dem gleichen Problem.

Da der geneigte Leser ja weiss, dass ich mit meinen Finanzen im Reinen bin, zücke ich lokker eine weitere Plastikkarte, die nun zum Einsatz kommen soll. Schritt 1-6 kann ich fast schon im Traum und inzwischen kenn ich auch sämtliche Nummern schon auswendig und ist der finale Schritt auch rasch erreicht.
Einmal mehr blinkt mich der Rote Balken an.

Verzweifelt schau ich den Brasilienkollegen an, der meint, es könne wohl auch daran liegen, dass ich mit einer internationalen Karte zahlen wollte, TAM womöglich nur lokale Karten akzeptiert. Er erklärt sich kurzerhand bereit, meine Reisekosten auf seine Karte zu nehmen. Wir wiederholen gemeinsam die Schritte 1-6 und geben schlussendlich bei den Zahlungsmodalitäten seine Kartennummer an.
Aber jetzt musses ja funktionieren !
Pustekuchen.
Wieder der rote Balken, der munter blinkt, ich bin verzweifelt und vergesse gerade zu erwähnen, dass kaum noch ein Platz frei ist, weil bei jedem getätigten Buchungsversuch der entsprechende Platz reserviert wird und aus der Auswahlansicht verschwindet. Langsam aber sicher arbeite ich mich in die Preisklasse der Business Class vor, sehe schon den drohenden Zeigefinger meiner Firma vor meinem geistigen Auge und hoffe, dass ich bald die Buchung unter Dach und Fach habe.

Schlussendlich stapeln sich neben dem Rechner diverse „benutzte“ Kreditkarten wie abtelefonierte Telefonkarten. Weitere Möglichkeiten haben wir weder flug- noch zahltechnisch.
Die angegebene Servicenummer ist unsere letzte Hoffnung.
Bis die simple Buchung eines Hin- und Rückfluges Sao Paulo – Buenos Aires in trockenen Tüchern war fielen zum Opfer:

8 Kredit- und Girokontokarten
8 vorläufige Reservierungen
2 Stunden mit dem TAM Servicemitarbeiter am Telefon
1 Reservierung
1 offene Zahlung

Wie ging das ganze aus?
Wir haben telefonisch den allerersten Buchungsversuch reservieren können. Bis 1600 am gleichen Tag musste die Zahlung erfolgen, damit die Reservierung nicht verfällt. Dies habe ich auf dem Nachhauseweg direkt im TAM Laden gemacht und hielt am Ende eine Rechnung eine Buchungsbestätigung in Händen.

Heute dann der neue Versuch eine Flug nach Buenos Aires zu buchen. Ohne Rückflug. Simpel. Schlicht. Einfach.
Und weil einfach einfach einfach sein soll – in der Theorie – stelle ich mich in der Praxis schon auf alle möglichen mir bekannten und unbekannten Hürden ein. Wohl habe ich damit getan … Das, was mir heute widerfahren ist, würde sich, täte ich es niederschreiben genau so lesen, wie das bereits niedergeschriebene. Daher erspare ich es euch.
Noch während ich mit der Dame von der TAM telefoniere, die noch immer nicht dahinter kam, warum die Internetseite nicht funktioniert, buche ich über das Billigflugportal decolar.com meine Flugreise. Da der von mir gewünschte Flug allerdings noch immer von der TAM „blockiert“ wird, entscheide ich mich für eine frühere Version und fliege somit am 31.03. um 1040 zu meiner neuen Wirkungsstätte …

Bis dahin wird mir wohl noch der ein oder andere brasilienische Fauxpas passieren, bevor ich mich um neue argentinische Fauxpas kümmern werde …

In diesem Sinne, gehabt euch wohl.

Eure Jana

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen